Ein kundenspezifischer Antrieb beginnt nicht mit der Auswahl eines einzelnen Motors oder Kennwerts. Zunächst muss klar sein, welche Aufgabe der Antrieb innerhalb der jeweiligen Anwendung übernimmt, welche technischen Anforderungen sich daraus ergeben und unter welchen Betriebs- und Rahmenbedingungen er eingesetzt wird. Auf dieser Basis entwickelt Kern Antriebstechnik die technische Aufgabenstellung schrittweise zu einem konkreten Produktkonzept weiter.
Vom Prototyp zur Serie

Klare Anforderungen schaffen die Entwicklungsgrundlage
Je präziser die Anforderungen beschrieben sind, desto belastbarer ist die Basis für die weitere Auslegung. Liegt noch kein Lastenheft vor, kann Kern dieses gemeinsam mit dem Kunden erarbeiten. Neben dem Anwendungsbereich und den technischen Vorgaben fließen dabei auch Fertigungsmöglichkeiten, Ressourcenschonung und Kostenoptimierung ein.
Das Lastenheft schafft damit einen gemeinsamen technischen Rahmen für Berechnung, Konstruktion und weitere Abstimmung. So lässt sich ein möglicher Anpassungsbedarf in Konstruktion und Fertigung bereits früh berücksichtigen.
Berechnung und Konstruktion greifen ineinander
Auf Basis der definierten Anforderungen kann das zu entwickelnde Produkt mit unterschiedlichen Ansätzen berechnet und simuliert werden. Die gewonnenen Erkenntnisse fließen anschließend in die konstruktive Ausarbeitung mit CAD-Software ein.
Die Abstimmung mit dem Kunden bleibt dabei ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklung. So können mögliche Probleme früh erkannt und bereits konstruktiv berücksichtigt werden, bevor ein reales Muster gefertigt wird.
Serienreife beginnt vor dem ersten Muster
Ein funktionierendes CAD-Modell allein sagt noch nicht aus, ob sich ein Produkt später wirtschaftlich fertigen und zuverlässig prüfen lässt. Deshalb werden Herstellbarkeit und Qualität nicht erst nach dem Prototypen betrachtet.
Bei Kern greifen Entwicklung, Fertigung und Qualitätsplanung von Anfang an ineinander. Eigene Kompetenzen etwa in der Zerspanung, Wickeltechnik oder im Werkzeugbau ermöglichen es, fertigungstechnische Anforderungen direkt in die Entwicklung einzubeziehen. Ergänzend können Prüfpläne und Abläufe für die spätere Produktion entwickelt und gemeinsam mit dem Kunden abgestimmt werden.
Der Prototyp bringt die Konstruktion in die Praxis
Auf Basis der Konstruktion kann Kern erste Muster fertigen. Dabei schafft die Verbindung mit den eigenen Fertigungsmöglichkeiten einen direkten Übergang vom digitalen Modell zum realen Bauteil. Ein Muster ermöglicht es, die konstruktive Auslegung praktisch zu überprüfen und gegebenenfalls weiteren Anpassungsbedarf zu erkennen.
Für die Erprobung stehen unterschiedliche Prüfstände zur Verfügung. Produkte können beispielsweise im Dauerlauf oder unter maximaler Belastung untersucht werden. Bei Motoren lassen sich unter anderem Drehmoment, Drehzahl sowie mechanische und elektrische Leistung betrachten. Je nach Anforderung sind zudem 100-%- oder Stichprobenprüfungen möglich; Prüfergebnisse können zur Rückverfolgbarkeit dokumentiert werden.
Vom funktionierenden Muster zur wirtschaftlichen Serie
Ein technisch funktionierendes und erprobtes Muster bildet die Grundlage für die weitere Vorbereitung der Produktion. Für wiederkehrende Fertigungsabläufe können spezielle Werkzeuge, Vorrichtungen oder automatisierte Prozesse notwendig sein. Sie können eine wirtschaftliche Fertigung unterstützen.
Serienreife entsteht dabei nicht durch einen einzelnen Entwicklungsschritt. Konstruktion, Herstellbarkeit, Prüfkonzept sowie definierte Fertigungs- und Prüfabläufe müssen aufeinander abgestimmt sein. Kurze Wege zwischen Entwicklung, Fertigung und Prüftechnik erleichtern es, Erkenntnisse aus Musterbau und Erprobung direkt in Konstruktion und Fertigungsplanung zurückzuführen.
Sie entwickeln eine kundenspezifische Antriebslösung und möchten Konstruktion, Fertigung und Prüfung frühzeitig aufeinander abstimmen? Kern Antriebstechnik unterstützt Sie von der technischen Aufgabenstellung bis zur Vorbereitung der Serienproduktion.